Claude Code Mods: Kontext verfolgen und Änderungen abspielen, ohne Signale mit Beweisen zu verwechseln

Ein Praxisleitfaden für intensive Claude-Code-Nutzer: Token Weather oder Replay Theater auswählen, einen Mod sitzungsweise laden, Grenzen verstehen und das Ergebnis mit Git, gezielten Prüfungen und Provider-Logs bestätigen.

Inhalt
Claude Code Mods: Kontext verfolgen und Änderungen abspielen, ohne Signale mit Beweisen zu verwechseln

In einer langen Claude-Code-Sitzung entstehen meist zwei verschiedene Fragen: Wie stark ist der Kontext nach dem letzten Turn gewachsen, und welche Dateiänderungen hat Claude aufgerufen? Im Anthropic-Playground gibt es für beide Fragen ein fertiges Beispiel. Token Weather zeigt die Kontextbelegung der Hauptsitzung; Replay Theater führt Schritt für Schritt durch die Datei-Edit-Aufrufe des letzten bearbeitenden Turns.

Die wichtigste Grenze: Beide Werkzeuge liefern Beobachtbarkeit, aber keine Abnahme. Ein Kontext-Prozentsatz ist weder Restguthaben noch Kosten- oder Fertigstellungsnachweis. Ein Edit im Replay beweist nicht, dass er freigegeben, erfolgreich ausgeführt oder in der endgültigen Datei erhalten wurde.

Wähle den Mod nach deiner aktuellen Frage

FrageZuerst ladenWas du erfährstWas nicht bewiesen wird
Wie voll ist das Haupt-Kontextfenster, und stieg es zuletzt sprunghaft?Token WeatherContext tokens, Fenstergröße, Prozent und Trend über 12 TurnsAbo-Restguthaben, Kosten, verbleibende Requests oder Aufgabenerfüllung
Welche Edit-, Write- oder MultiEdit-Aufrufe gab es im letzten Edit-Turn?Replay TheaterDatei, Tool, lokaler Vorher-/Nachher-Text und kurzer DiffFreigabe, Tool-Erfolg, finaler Dateistand oder bestandene Tests

Lade zur Diagnose nur einen Mod gleichzeitig. Beide Beispiele können in AbovePrompt zeichnen. Ihre READMEs erklären, dass dieses Band geteilt wird; nutzt ein anderer Mod denselben Bereich, bleibt möglicherweise nur einer sichtbar.

Prüfe Version und Vertrauensgrenze vor dem Start

Die aktuellen Beispiel-READMEs verlangen Claude Code 2.1.287 oder neuer und richten sich an das Terminal. Prüfe zuerst den Client:

claude --version

Die Mods liegen im Anthropic-DevRel-Playground. Das Repository bezeichnet die Einträge als Beispiele „wie sie sind“, ohne Support oder Garantie, dass sie nach Änderungen an Claude Code, API oder Modellen weiter funktionieren. Lies vor dem Start mindestens README.md, .claude-plugin/plugin.json, hooks/hooks.json und das Hooks-Modul des gewählten Verzeichnisses.

Ein Mod läuft mit deinen Benutzerrechten; „zeichnet nur UI“ ist keine Sicherheitsgrenze. Für den ersten Versuch empfiehlt sich --plugin-dir für genau eine Sitzung. Mit dem Schließen des Claude-Code-Prozesses endet der Versuch, ohne daraus eine dauerhafte Installation zu machen.

Klone die offiziellen Beispiele und validiere die Auswahl

git clone https://github.com/anthropics/claude-code-playground.git
cd claude-code-playground/claude-code/mods

Der erfolgreiche Download beweist keine gültige Plugin-Struktur. Validiere das konkrete Verzeichnis vor dem Start.

Für Token Weather:

claude plugin validate ./token-weather
claude --plugin-dir ./token-weather

Für Replay Theater:

claude plugin validate ./replay-theater
claude --plugin-dir ./replay-theater

Meldet validate einen Fehler, stoppe und stelle das genannte Manifest, die Hooks-Konfiguration oder das Modul wieder her. Verlasse dich nicht darauf, dass Claude Code ein beschädigtes Paket sicher ignoriert. In der neuen Sitzung hilft /plugin bei der Kontrolle der geladenen Komponenten. Das funktionale Signal kommt danach: Token Weather muss nach einem abgeschlossenen Haupt-Turn aktualisieren; Replay Theater braucht einen abgeschlossenen Turn mit tatsächlichen Datei-Edit-Aufrufen.

Lies Token Weather als Kontext-Telemetrie, nicht als Rechnung

Nach jedem Haupt-Turn ruft Token Weather $.session.usage() auf und liest tokens, window und percent aus context. Es zeichnet eine Zeile über dem Prompt, hält die letzten 12 Messungen fest und zeigt den Zuwachs des letzten Turns.

Die Felder bedeuten:

  • tokens: Eingabekontext, auf dem die letzte Antwort beruhte, einschließlich uncached, cache-written und cache-read input tokens;
  • window: Kontextfenster des Sitzungsmodells;
  • percent: Verhältnis tokens / window.

0 % vor der ersten Antwort ist erwartbar, weil noch keine Antwort usage gemeldet hat. Die Anzeige aktualisiert einmal nach dem Turn, nicht laufend während seiner Ausführung. Subagent-Turns erzeugen keine eigene Hauptschleifenmessung.

Warum der Wert vom Kompaktierungshinweis abweichen kann

Token Weather teilt durch das vollständige Kontextfenster. Der auto-compact-Hinweis von Claude Code bezieht sich auf einen niedrigeren Kompaktierungspunkt; deshalb können die Werte voneinander abweichen. In einem offiziellen Beispielbild zeigte Token Weather 81 %, während der Client 90 % meldete. Das demonstriert zwei Skalen unter Beispielbedingungen und ist kein Zahlenpaar, das in deiner Sitzung übereinstimmen muss.

Die Verlaufsbalken sind relativ zum höchsten sichtbaren Messwert. Dadurch können Ausschläge auch bei niedriger absoluter Belegung groß wirken. Für den absoluten Wert zählen Prozent und Tokenzahl. Der Verlauf wird beim Sitzungsstart oder Plugin-Reload zurückgesetzt.

Welche Aussage Token Weather trägt

Zulässig ist: „Der Eingabekontext der Hauptsitzung ist in den letzten Turns stark gewachsen.“ Nicht zulässig sind: „Mein Konto hat noch 19 %“, „dieser Turn kostete einen bestimmten Betrag“ oder „die Aufgabe ist fertig“. Caching ändert die Abrechnung, aber gecachter Input belegt weiterhin Kontext. Saldo, Kosten und Request-Status gehören in die Provider-Aufzeichnung.

Nutze Replay Theater für Edit-Versuche

Bitte Claude nach dem Laden um eine Aufgabe, die Dateien wirklich verändert, und warte bis zum Turn-Ende. Wenn der Hinweis erscheint, öffne das Replay:

/replay

Alternativ fokussierst du das Band mit ctrl+x, Tab und drückst r. Im Panel:

TasteAktion
nNächster Schritt
pVorheriger Schritt
c oder EscapeSchließen

Jeder Schritt zeigt Datei, Tool, hinzugefügte/entfernte Zeilen und einen kurzen Diff. Das Beispiel begrenzt einen Schritt auf 12 Zeilen. Bei Edit werden old_string und new_string verglichen, nicht die ganze Datei; Zeilennummern fehlen. Bei Write wird der alte Inhalt direkt vor dem Aufruf von der Festplatte gelesen, aber bei mehr als 400 Zeilen gibt es keinen vollständigen Zeilenabgleich.

Warum ein Replay-Edit in der finalen Datei fehlen kann

Replay Theater protokolliert den Aufruf, bevor es ihn weitergibt. Eine von dir abgelehnte Änderung oder ein fehlgeschlagener Tool-Aufruf kann deshalb erscheinen. Ein späterer Aufruf kann einen früheren außerdem überschreiben oder zurücknehmen.

Das Replay liegt nur im Speicher der aktuellen Sitzung. Ein Neustart von Claude Code oder ein Plugin-Reload löscht es. Ein späterer Turn ohne Edits behält das vorherige Replay. Verwende es für „Was hat Claude versucht?“, nicht als Abbild des finalen Repositorys.

Nimm die Arbeit anhand der echten Dateien ab

Beende die Prüfung immer im Repository:

git status --short
git diff --stat
git diff -- path/to/file
git diff --check

git status --short zeigt echte neue, geänderte und gelöschte Dateien. git diff --stat deckt einen unerwartet großen Umfang auf. Lies den vollständigen Diff wichtiger Dateien statt nur des 12-Zeilen-Ausschnitts. Führe git diff --check für Whitespace-Fehler aus und danach den kleinsten Test, Type Check oder Build, der direkt zu den geänderten Dateien gehört.

Formuliere beobachtbare Kriterien: „Die Zielfunktion ist umbenannt, alle Verweise sind aktualisiert, der relevante Unit-Test besteht und keine fremde Datei wurde geändert.“ „Fünf grüne Replay-Schritte“ ist kein Abnahmekriterium.

Prüfe reale Nutzung im Provider-Protokoll

Token Weather zeigt die Kontextfüllung, berechnet aber keine API-Rechnung. Suche bei jedem Provider den Request nach Zeit und Modell und prüfe status, input/output tokens, anwendbare cache tokens und die verbuchte Belastung.

Wird Claude Code über BetterToken geroutet, sagt die aktuelle Seite, dass model, time, token counts, cache usage, final cost und status gemeinsam in einem Request-Datensatz stehen. Nutze diesen Datensatz zur Kontrolle der realen API-Nutzung. Das bedeutet nicht, dass BetterToken die Mods bereitstellt, vollständige Prompts/Antworten speichert oder Codeänderungen automatisch abnimmt. Die Verbindung beschreibt der BetterToken-Leitfaden für Claude Code.

Behebe Fehler in der kürzesten sinnvollen Reihenfolge

claude plugin validate schlägt fehl

Lies Datei und Feld aus der Validator-Meldung. Prüfe, ob du in claude-code-playground/claude-code/mods bist, ein Download-Tool keine versteckten Dateien umbenannt hat und der Checkout intakt ist. Vor dem Start erneut validieren.

Token Weather fehlt oder bleibt bei 0 %

Nutze das Terminal statt nur das VS-Code-Chat-Panel, bestätige Version 2.1.287 oder neuer und den richtigen Mod in der Sitzung. Sende einen normalen Request und warte auf das Ende des Haupt-Turns. Null vor der ersten Antwort ist normal.

Replay Theater zeigt keinen Hinweis

Prüfe, ob der Turn Edit, Write oder MultiEdit aufgerufen hat und abgeschlossen ist. Dateien lesen, Fragen beantworten oder nur Bash-Befehle ausführen erzeugt keinen Datei-Edit-Schritt.

Replay und git diff widersprechen sich

Vertraue den Dateien. Der Edit wurde vielleicht abgelehnt oder ist fehlgeschlagen, ein späterer Aufruf hat ihn ersetzt, das Panel zeigt nur einen lokalen Ausschnitt oder restart/reload hat den Speicherzustand verändert. Prüfe den vollständigen Diff und gezielte Tests.

Zwei Mods erscheinen nicht gemeinsam

Deaktiviere einen und starte eine neue Sitzung mit dem anderen. Weil beide AbovePrompt teilen, beweist ein fehlendes zweites Band keinen Defekt.

Der kleinste zuverlässige Ablauf

Wähle Token Weather für Kontextwachstum und Replay Theater für die Frage nach aufgerufenen Datei-Edits. Erfolgreiches Laden ist nur Schritt eins; eine sichtbare Anzeige oder ein Replay ist Schritt zwei. Schritt drei bleibt immer: echte Dateien lesen, die kleinste relevante Prüfung ausführen und bei Nutzungsfragen den Provider-Datensatz kontrollieren. So wird Prozesssichtbarkeit zu einem bestätigten Ergebnis.

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